Ziele setzen

Datum: 01.01.2019 - Kategorie: Selbstständigkeit

Passend zum Start in das neue Jahr, möchte ich euch meine Erfahrungen/Vorgehensweise teilen, wie ich mir meine Ziele setze und wie ich diese im täglichen Wahnsinn einfach im Blick behalten kann.

tldr

  • Messbare Ziele definieren (bspw. nach SMART)
  • Gesunde Mischung aus großen/kleinen und operativen/strategischen Zielen
  • 5-6 Ziele auswählen
  • In täglichem Sichtfeld aufhängen
  • Entscheidungen in Bezug auf Ziele fällen
    • Welchem Ziel bringt mich diese Entscheidung näher?

Große und kleine Ziele

Du solltest dir am Besten Ziele von verschiedener Größe und Wichtigkeit setzen.

Wenn du dir nur kleine/leichte Ziele setzt besteht die Möglichkeit, dass du bereits nach ein paar Monaten alle Ziele ohne größeren Aufwand erfüllt hast. Wenn dir das passiert, musst du dir wieder Gedanken machen, welche Ziele du dir als nächstes setzen willst. Im schlimmsten Fall kann ich mir vorstellen, dass du auch deinen gesunden Ehrgeiz verlierst, wenn es dann mal nicht so schnell zum Ziel geht und du daraufhin zu früh das Handtuch wirfst.

Wenn du dir hingegen nur große und schwierige Ziele setzt kann es sein, dass du diese aus den Augen verlierst. Zum Beispiel weil du deine Lust verlierst diese zu verfolgen. Eventuell auch weil du nur schwer nachverfolgen kannst wie viel Fortschritt du bereits gemacht hast bzw wie nahe du schon deinem Ziel bist.

Hier gilt es eine gute Mischung aus großen so wie kleinen Zielen zu finden. Eine Möglichkeit hierfür wäre es ein großes Ziel in mehrere kleinere Ziele aufzuteilen.

Operativ versus Strategisch

Ein klarer Tipp von meinem Mentor war das Setzen von Zielen welche eher einen strategischen und keinen operativen Kern haben.

Da operative Ziele (beispielsweise ein Umsatzziel) deine ja eh schon knappe vorhandene Zeit verbrauchen, solltest du diese wenn es geht vermeiden.

Mit strategischen Zielen kannst du eher die Richtung bestimmen in die es gehen soll. Als Vorteil gegenüber operativen Zielen ist hier, dass du nicht so stark gebunden bist und du behälst etwas mehr Spielraum.

Als ein mögliches Beispiel für ein operatives Ziel ist ein Umsatzziel, ein strategisches Ziel hingegen ist die Akquirierung von Kunden in der Automotive Branche.

Ziele mit Methode - SMART

Mein (aktueller) Favorit für das Setzen von Zielen ist nach der SMART-Methode.

Die Methode wird aus den Anfangsbuchstaben von mehreren Begriffen gebildet. Es gibt hier mehrere mögliche Definitionen der Begriffe. Ich habe sie mir wie folgend definiert.

Specific

Das Ziel sollte eindeutig und präzise definiert sein.

Es hilft dir recht wenig du dir ein sehr vages Ziel setzt. Hier solltest du wirklich präzise sein.

Measurable

Das Ziel muss messbar sein.

Beispielsweise kannst du am Anfang des Monats prüfen wie viel Umsatz du bereits generiert hast und wie viel dir noch zu deinem Jahresziel vielen.

Attractive

Das Ziel muss für dich ansprechend sein.

Du hast nicht sonderlich viel davon wenn du dir ein Ziel setzt welches dich nicht wirklich interessiert.

Realistic

Das Ziel sollte realisierbar/schaffbar sein.

Hier hilft es mir immer wenn ich meinen aktuellen Wissensstand/Leistungsmöglichkeit als "Grenze" ansehe und das Ziel dann einen Schritt "außer Reichweite" festsetze. So fordere ich mich sozusagen selbst heraus etwas mehr als einfach nur 100% zu geben 😉

Time-Bound

Eine weitere Dimension ist der Zeitraum/-punkt in bzw bis zu welchem deine Ziele erreicht werden sollen.

Beispiel

Schlecht

Ich möchte meine Erfahrungen in einem Blog festhalten.

Besser

Im Jahr 2019 möchte ich meine Erfahrungen in einem Blogbeitrag pro Woche festhalten.

  • Hier ist das Ziel klar definiert,
  • einfach zu messen,
    • 52 Wochen pro Jahr -> 52 Blogbeiträge
  • attraktiv,
    • zumindest für mich, wissbegierig sein und das Erlernte weiterzugeben
  • realistisch,
    • 52 Blogbeiträge bzw ein Blogbeitrag pro Woche hört sich zwar zuerst recht schwer an aber mit einer passenden Vor-, Auf- und Nachbereitung ist (sollte) das recht einfach zu realisieren sein
  • und sogar doppelt zeitgebunden
    • Jahr und wöchentlich

Was habe ich von meiner Zielsetzung?

Ein ganz klarer Pluspunkt von festgehaltenen und "gelebten" Zielen ist, dass du dir immer schnell in nahezu jeder Situation einen Überblick bewahren kannst.

Sei es ob vor der Entscheidung stehst ein Projekt anzunehmen oder abzulehnen, eine Fortbildung zum Thema XY zu buchen, welches Marketing sollte ich verfolgen um mein Produkt für die Zielgruppe XY schmackhaft zu machen?

Ein kurzer Blick auf deine Ziele (falls du sie nicht immer komplett im Kopf hast), sollte dir nahezu augenblicklich eine passende Antwort liefern.

Wie behalte ich die Ziele im Blick

Damit du deine Ziele nicht aus den Augen verlierst und diese nicht auch einfach zu den alljährlichen guten Vorsätzen degradiert werden, solltest du deine Ziele visuell (sei es schriftlich, bildlich oder was auch immer dir einfällt) festhalten.

Ich habe mir dazu eine einfache Liste der Ziele mit ein paar zusätzlichen Fragestellungen ausgedruckt und (nahezu) immer gut sichtbar neben meinem Arbeitsplatz aufgehängt.

Zusätzlich solltest du dir auch bei jeder Entscheidung fragen ob und in wie weit dich diese deinem Ziel XY näher bringt.