Zeit für dich und deine Zukunft

Datum: 08.01.2019 - Kategorie: Weiterbildung - Tags: Weiterbildung / Zeit / Ziele / Zukunft

Wie sorgst du für dich und deine Zukunft vor?

Vorwort

Legst du dein Geld an der Börse an? Versteckst du dein Erspartes unter deiner Matratze im Schlafzimmer? Sparst du brav Monat für Monat in deinen Bausparvertrag ein? Legst du dir genug zurück für schlechte Zeiten? Macht du regelmäßig etwas für deine Gesundheit?

Es gibt genügend Seiten, Videos, Blogbeiträge mit Tipps und Tricks wie du dich am Besten für deine Zukunft vorbereitest und Rücklagen schaffst.

Immer das Gleiche

Meines Erachtens betrachten diese Tipps jedoch nur einen begrenzten Teil deiner Zukunft. Die meisten fokussieren sich auf das Wirtschaftliche, ein weiterer Teil noch auf deinen beruflichen Werdegang (meistens nur Tipps für Bewerbungsschreiben und Verhalten bei Bewerbungsgesprächen) und eventuell noch ein paar auf deine körperliche Gesundheit (Ernährung und Sport).

Aber was ist eigentlich mit deiner wichtigsten Zukunft? Deinem Wissen?!

Das machen andere für mich

Als Angestellter ist mir die Weiterbildung nie wirklich aufgefallen. Entweder gab es gar keine Möglichkeiten innerhalb der Firma Schulungen zu besuchen oder es gab einen gewissen Katalog aus welchem man wählen konnte und je nachdem wie viel Nachfrage es für dieses Thema gab,

  • hatte man Glück und konnte einen Platz ergattern
  • du wurdest einem anderen niderprioren Thema zugelost
  • oder das Thema wurde aufgrund von fehlender Nachfrage komplett gestrichen

Wahrscheinlich habe ich selbst nicht wirklich aufgepasst und mich einfach nur so hintreiben und andere Leute für mich entscheiden lassen aber genau aus diesem Grund muss/sollte/darf es dir nicht auch so ergehen.

Jetzt aber los!

Jetzt in der Selbstständigkeit fällt mir das erst richtig auf. Nahezu jeden Tag finde ich herausfordernde und spannende Projektbeschreibungen. Werfe ich dann aber einen Blick auf die geforderten Kenntnisse, macht sich entweder Verwunderung, da nach einer offensichtlich anderen Position gesucht wird, oder doch ein wenig Trübsal breit.

Die Verwunderung ist schnell über Bord geworfen und die nächste Ausschreibung wird analysiert.

Bei dem Trübsal sieht es dann doch etwas anders aus. Da die meisten Firmen eine komplette Einarbeitung in die technologischen Anforderungen ablehnen (ein bisschen kann ich das verstehen, vor allem wenn die Technologie bereits seit längerer Zeit auf dem Markt etabliert ist), bleibt es an mir diesem Defizit entgegen zu wirken.

Weiterbildung FTW, aber wie?

Nehmen wir mal an, du steckst in der gleichen Situation und möchtest nun durchstarten. Aber wie und wo kannst du anfangen?

Dafür kann ich dir zumindest ein paar Richtungen aus meiner Erfahrungen nachfolgend vorschlagen.

Treffen mit Gleichgesinnten

Wie bereits in meinem Erfahrungsbericht zu einem Meetup beschrieben, ist es eine gute Möglichkeit sich zumindest Grundwissen über verschiedene Themen schnell und einfach anzueignen.

Eine weitere Möglichkeit bieten beispielsweise Konferenzen. Besonders gut finde ich hier wenn diese im sogenannten "Open Space"-Format abgehalten werden. (Hier folgt in naher Zukunft auch noch ein eigener Beitrag)

Denn hier bestimmen die Teilnehmer selbst zu welchen Themen sie selbst Präsentationen, Workshops oder Diskussionen halten möchten. Oder was mir noch besser daran gefällt, man kann beispielsweise eine Fragerunde starten. Und man hat gleich potenziell mehrere dutzend Köpfe, je nachdem wie groß die Konferenz ist, um an deiner persönlichen Frage zu arbeiten.

Zertifikate

Je nachdem in welchem Gebiet du unterwegs bist, kann es hilfreich für dich sein dein Wissen mit ein paar Zertifikaten zu belegen. Ich bin zwar selbst kein richtiger Fan von Zertifikaten (da es viele "Zertifikate" da draußen gibt) aber dennoch schildern sie meines Erachtens deinem Gegenüber, dass du es ernst meinst mit deinem Wissen.

Und man sollte nicht vergessen, dass die Vorbereitung auf die Zertifikatsprüfung auch gut geplant und strukturiert durchgeführt werden muss. Auch dies unterstreicht deine Zielstrebigkeit und Ausdauer.

Selbststudium

Ein Klassiker ist und bleibt natürlich auch das Selbststudium. Hier kannst du am einfachsten deinen Fokus, Breite sowie Tiefe bestimmen.

Hier gibt es ettliche mögliche Arten

  • Klassische Bücher (oder deren elektronische Versionen)
  • Videos und Videokurse
  • Blogs
  • oder die wieder im Trend liegenden Podcasts

Das dort erlangte Wissen braucht dann aber auch meistens einen realen Rahmen. Hier bieten sich kleine private Projekte am Besten an.

Workshops

Als abschließende Richtung möchte ich noch meine persönliche negative Erfahrung mit Workshops mit euch teilen.

Bei meinen vorigen Arbeitgebern konnte ich bereits in den Genuss von den ach so tollen Workshops kommen. Auf dem "Workshop-Markt" heißt es ja meistens "Einführung in [ABC] mit [PersonA]" oder noch "besser" "Thema XY auf den Punkt gebracht in nur 3 Tagen".

Von solchen Workshop kann ich aus bisheriger Erfahrung nur abraten. Hier wird, wie ich finde, entweder zu "wischi-waschi" Themen nur angerissen welche ich auch mit 5 Minuten eigener Recherche nachschauen kann. Oder man wird mit zu viel (teils unnützem) Wissen überflutet, sodass der Kopf einfach auf Durchzug stellt und man zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteigt.

Und wie geht es nun endlich los?

Erfahrung hin oder her aber wie kannst du denn nun endlich loslegen?

Eigene Vorlieben entdecken

Ganz klar kann ich dir den Tipp geben, einfach loszulegen und auszuprobieren.

Vielleicht findest du ja Konferenzen im "Open Space"-Format total langweilig und feierst dafür jede einzelne Minute in einem 3-Tages Workshop.

Fokussiere dich auch nicht zu sehr auf ein spezielles Thema sondern suche nach naheliegenden, sich überschneidenen Themen. Wenn du dich beispielsweise auf Projektmanagement spezialisieren möchtest, bilde dich auch in Richtung Psychologie weiter. Als "Hardcore"-Entwickler würde sich bestimmt auch ein Ausflug in die UI/UX-Welt lohnen um schon früher zu erkennen ob sich dein geistiger Erguss und deine Performance-Expertise auch in der realen Welt gegen den DAU bewähren kann.

Erlerntes auch wirklich anwenden

Ich finde mich selbst nicht all zu selten in der Lage, dass ich mich durch ein neues Buch durchgelesen habe und direkt zum Nächsten greife, welches ggf. noch tiefer in die Materie blickt.

Das mag zwar produktiv aussehen wenn man X Bücher zu einem Thema gelesen hat aber das dort gelesene nicht auch selbst wirklich anwendet.

Am Besten suchst du dir ein kleines privates Projekt und bastelst daran rum. Nur so kannst du ja auch wirklich prüfen ob das, im Buch geschriebene, überhaupt stimmt und in der Realität wirklich zu trifft.

Bewusstsein schaffen und klar ausrichten

Auch solltest du dir bewusst sein, welche Weiterbildungen sich nicht nur mit deinem Interesse sondern auch sogar mit deinen gesetzten Zielen überlagern.

Schlusswort

Weiterbildung geht leider (noch?) nicht von jetzt auf gleich (oder nur in den wenigsten Fällen).

Schaue was dir am ehesten liegt, beschäftige dich länger damit und schaffe somit eine Gewohnheit.

Weiterbildung ist das A und O.

Blicke über den Tellerrand

Nimm dir die nötige Zeit

Investiere IN DICH!

Und um das Ganze noch in philosophische Worte zu packen, schließe ich mit einem Zitat ab 🙂

Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.

Benjamin Franklin